Zeiterfassung für Lehrer in Oldenburg – Ein überfälliger Schritt zur Entlastung der Lehrkräfte



 

Lehrer arbeiten zu viel – Gewerkschaft in Oldenburg drängt auf Zeiterfassung

Lehrer arbeiten zu viel, beklagt Wencke Hlynsdóttir von der GEW in Oldenburg. Eine Arbeitszeiterfassung soll daher eingeführt werden. Während andere Bundesländer langsam vorangehen, tut sich Niedersachsen noch schwer. Die Notwendigkeit einer klaren Erfassung der Arbeitszeiten wird zunehmend deutlicher, da die Belastung der Lehrkräfte kontinuierlich steigt.


Der Arbeitsalltag von Lehrkräften: Mehr als nur Unterricht

Schulstunden vorbereiten, Tests korrigieren, Ausflüge organisieren – das Aufgabenfeld einer Lehrkraft geht weit über den täglichen Unterricht hinaus. Die zahlreichen zusätzlichen Aufgaben werden bislang kaum erfasst, obwohl sie einen beträchtlichen Teil der Arbeitszeit einnehmen. In Bremen etwa setzen sich Gewerkschaften seit Jahren für die Einführung der Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte ein. Jüngst lehnte der Senat einen Antrag des Personalrates Schulen ab – vorerst, denn für das Schuljahr 2026/27 plant das Bildungsressort des Landes eine Testphase.

In Niedersachsen jedoch scheint die Umsetzung weit entfernt. „Ich halte die Erfassung der Arbeitszeit für Lehrkräfte für überfällig“, sagt Wencke Hlynsdóttir, Vorsitzende des Bezirksverbands Weser-Ems in Oldenburg. „Sie ist ein wichtiges Instrument des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.“ Seit über zehn Jahren fordert die GEW eine transparente Zeiterfassung. Grundlage dieser Forderung ist eine eigens initiierte Arbeitszeitstudie, die eindrücklich zeigt, dass Lehrer regelmäßig Überstunden leisten. Insbesondere Gymnasiallehrer verzeichnen durchschnittlich drei Überstunden pro Woche, Grundschullehrer arbeiten im Schnitt 1:20 Stunden über der vertraglichen Regelarbeitszeit.


Unbezahlte Mehrarbeit und Personalmangel

Lehrkräfte sind oftmals „Mädchen für alles“. Neben der Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung müssen sie Fachkonferenzen besuchen, Elternberatungen durchführen und Klassenfahrten organisieren. Diese Tätigkeiten sind zeitintensiv und bislang kaum dokumentiert. Die Gewerkschaft fordert deshalb nicht nur eine Arbeitszeiterfassung, sondern auch mehr Unterstützungspersonal. Personen, die die Digitalisierung der Schulen vorantreiben, Schul-iPads betreuen oder digitale Tafeln warten, fehlen vielerorts.

Zusätzlich sind die Krankenstandszahlen in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Im Schuljahr 2022/2023 lag die durchschnittliche Anzahl der Krankheitstage im schulischen Bereich bei knapp 14 Tagen – doppelt so viel wie noch im Jahr 2018/19. Die Überlastung der Lehrkräfte führt nicht nur zu höheren Ausfallzeiten, sondern belastet auch die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen, die die fehlenden Stunden auffangen müssen.


Arbeitszeiterfassung als Schlüssel zur Verbesserung

Auch der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (Bezirk Oldenburg-Ostfriesland) unterstützt die Forderung nach einer Arbeitszeiterfassung. „Man hat das System Schule und vor allem Einstellungen von neuen Lehrkräften vernachlässigt“, erklärt Jan Huismann. Eine klare Erfassung der Arbeitszeit würde nicht nur die Überlastungen sichtbar machen, sondern auch gezielte Maßnahmen zur Entlastung ermöglichen. „Die Frage wird dann sein, welche Schlüsse daraus gezogen werden.“


Gesetzliche Lage und der Blick in die Zukunft

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten dokumentieren. Dennoch ist die praktische Umsetzung in den Schulen bislang ausgeblieben. Das Niedersächsische Kultusministerium bestätigte, dass ein Entwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes vorliege, eine endgültige Einigung auf Bundesebene jedoch noch fehle. Eine Pilotphase, ähnlich wie in Bremen, wird jedoch als „denkbare Option“ diskutiert.


Zeiterfassung mit TimeSpin – Einfach, effizient, überall

In diesem Kontext stellt TimeSpin eine innovative Lösung für Lehrkräfte dar. Der TimeSpin-Würfel ermöglicht es, die Arbeitszeiten einfach und ohne komplizierte Software überall zu erfassen – ohne Überwachung, aber mit maximaler Transparenz. Lehrkräfte können durch das Drehen des Würfels flexibel zwischen Aufgaben wechseln und so ihre Arbeitszeit lückenlos dokumentieren. Mit TimeSpin haben Lehrer ihre Zeit im Griff und entlasten sich selbst von bürokratischem Mehraufwand.

TimeSpin bringt damit nicht nur Transparenz in den Schulalltag, sondern fördert auch den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Lehrkräfte in Oldenburg und darüber hinaus.


Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

🧠 Blogbeitrag: „Lehrkräfte brauchen Zeit – und endlich auch eine faire Arbeitszeiterfassung“

Remote Work | Home Office und Zeiterfassung: Welche Lösung ist die beste?

Employee Engagement mit TimeSpin, das tool für Performance Steigerung